Kultur

10.007 Wohnungen genehmigt

Trotz Corona-Pandemie konnte im vergangenen Jahr das Ziel von 10.000 Baugenehmigungen für Wohnungen erreicht werden. Im Bezirk Wandsbek wird künftig am meisten gebaut.

Im vergangenen Jahr wurde in Hamburg der Neubau von insgesamt 10.007 Wohnungen genehmigt. Dies teilte am Montag der Senat mit. Die meisten Wohneinheiten entstehen demnach in Wandsbek (2.102), im Bezirk Hamburg-Nord (1.728), Hamburg-Mitte (1.464) und in Eimsbüttel (1.383). Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt freut das Ergebnis: „Auch in Zukunft werden wir weiterhin für die Hamburgerinnen und Hamburger stetig und zuverlässig neuen und bezahlbaren Wohnraum schaffen.“

Im Vergleich zu den davor liegenden Jahren fällt die Anzahl der genehmigten Wohnungen 2020 jedoch geringer aus. Der Senat bewilligte seit 2016 jährlich durchschnittlich rund 12.500 Wohnungen. Begründet wird der Rückgang mit organisatorischen Herausforderungen für Verwaltung und Bauherren, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurden. Dies bestätigt der Landesverband Nord des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) und sieht prognostiziert darüber hinaus einen generellen Rückgang der Baugenehmigungen. In einer Umfrage des BFW unter Projektentwicklern und Bauträgern zur Geschäftsentwicklung während der Corona-Pandemie beklagten 35 Prozent der Befragten Verzögerungen bei der Planrechtsschaffung. 67 Prozent rechnen auch in diesem Jahr mit administrativen Verzögerungen. 87 Prozent sahen zudem eine Verschlechterung in den Finanzierungsbedingungen. „Aufgrund dieser Erkenntnisse müssen wir künftig leider von einem Rückgang der Baugenehmigungen ausgehen“, schätzt Sönke Struck, Vorstandsvorsitzender des BFW Landesverbands Nord und fordert einen Fortbestand in der Baulandausweisung.

Seit 2016 verfolgt der Hamburger Senat das Ziel, jährlich 10.000 Baugenehmigungen für Wohnungen zu erteilen. Dabei gilt eine Drittelregelung im Wohnungsbau. Diese sieht bei Neubauten vor, ein Drittel der Wohnungen im Eigentum, ein Drittel auf dem frei finanzierten Markt und ein Drittel geförderte Wohnungen anzubieten. Seit 2011 sollen laut Senatorin Stapelfeldt über 20.000 öffentlich geförderte Wohnungen genehmigt worden sein. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass jedes Jahr eine bestimmte Anzahl an Wohnungen aus dem geförderten Sektor wieder herausfallen, da die Preisbindungsfrist nach einem bestimmten Zeitraum abläuft. So sind im vergangenen Jahr 6.160 Wohnungen aus dem ersten Förderweg gefallen. Eine gute Erläuterung zu diesem Thema haben die Kolleg:innen bei Hinz&Kunzt im letzten Sommer veröffentlicht.

BezirkGenehmigte
Wohneinheiten 2020
Hamburg-Mitte1.464
Altona924
Eimsbüttel1.383
Hamburg-Nord1.728
Wandsbek2.102
Bergedorf825
Harburg1.042
Vorbehaltsgebiete (HafenCity, Mitte Altona)539
Gesamt10.007

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