Tuesday Reads

Tuesday Reads #07

Auch in dieser Woche prägt die Berichterstattung der Medien die Debatte um das Verbot von Einfamilienhäusern. Dann ging es noch um 700 neue Wohnungen in Langenhorn, Mies van der Rohe und Vieles mehr…

Jeden Dienstag wird das aktuelle Geschehen der vergangenen Woche rund um Architektur und Stadt in unseren Tuesday Reads zusammengefasst. 

Viele Bäume an der Alster gefällt – Nach 15 Jahren: Endlich kommt Leben ins Geisterhaus

„Bellevue 24: eigentlich eine absolute Top-Adresse direkt an der Alster. Doch seit 15 Jahren ist die alte Winterhuder Prachtvilla ein Geisterhaus. Nun soll endlich etwas geschehen. Der Eigentümer des denkmalgeschützten Hauses will fünf Wohnungen bauen plus eine Tiefgarage. Doch dafür werden aktuell erst mal Bäume gefällt.“ Ein Artikel in der MOPO.

„Tragödie wird untergraben“ – Heftiger Protest aus Israel gegen Synagogen-Neubau

„Die Pläne zum Neubau der Synagoge am Joseph-Carlebach-Platz in Rotherbaum ziehen immer mehr Kritik auf sich. Bereits im Dezember wurde eine Stellungnahme veröffentlicht, in der acht Experten Argumente gegen den historisierenden Neubau und für eine breite Diskussion vorbrachten. Jetzt regt sich auch in Israel Widerstand – 45 Historiker, Künstler und Bürger mit Wurzeln in der Hansestadt unterschrieben neuerlich eine Stellungnahme: Ein Neubau würde „die Tragödie, die von den Nazis verübt wurde, untergraben“.“ Ein Artikel in der MOPO.

Mittlere Lage in Hamburg – Wer zahlt für solche Eigentumswohnungen eine Million Euro?

„Hamburg wird immer mehr verdichtet, ein Innenhof nach dem anderen verschwindet. Und in immer mehr Stadtteilen galoppieren die Preise. Wie bei einem jetzt komplett vermarkteten Neubau in Eilbek. Die teuersten Wohnungen kosten 975.000 Euro. Wer kann und will das bezahlen?“ Ein Artikel in der MOPO.

Hamburg: Erster Mieter für Moringa in der Hafencity

„Der Coliving-Anbieter Poha House kommt nach Hamburg und eröffnet auf 4.600 Quadratmetern seine Co-Spaces im ökologischen Bauprojekt Moringa am Baakenhafen.“ Ein Artikel im Immobilienmanager-Magazin.

Fast 100 Jahre alt – Hamburger Wahrzeichen wird für 160 Millionen Euro saniert

„Die Freihafenelbbrücke in der Hafencity wird zum Jahresende für mehr als 160 Millionen Euro saniert. Zunächst sollte die marode Brücke abgerissen werden – doch Denkmalschützer protestierten.“ Ein Artikel in der MOPO.

CDU Hamburg fordert: Hochstapeln auf der Veddel

„Geplante große Sporthalle und anvisiertes Verkehrsprojekt auf der Veddel kommen sich bislang in die Quere. Lösungsansatz der CDU.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Unten Hub, oben Dome? 

„Vor der S-Bahn-Station Veddel dürfte bald gebaut werden. Die Hamburger Hochbahn will einen Mobilitätshub, ein Unternehmer dagegen eine Sportarena.“ Ein Artikel in der taz.

Baugemeinschaft fühlt sich bedroht – Massive Anfeindungen: Stoppt Gewalt das Paulihaus? 

„Am frühen Montagmorgen sollten 21 Bäume gefällt werden für den Bau des „Paulihauses“ am Neuen Pferdemarkt. Wegen zunehmend gewaltsamer Proteste gegen den Neubau wurden die Arbeiten aber bis auf weiteres abgesagt. Die Bauherren schildern „massive Anfeindungen.““ Ein Artikel in der MOPO.

Azubiwohnheim Alsenplatz: von Berg gegen Anwohnerinitiative

„Bezirksamtsleiterin kämpft für den sechsstöckigen Neubau in Altona – und macht den protestierenden Anwohnern ein Versprechen.“ Hier entlang zum Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Verdichtete Konflikte 

„Die Haspa will am Alsenplatz ein Azubi-Wohnhaus bauen. Weil dafür aber rund 30 Bäume gefällt werden müssen, protestieren Anwohner*innen.“ Ein Artikel in der taz.

Holsten in Hamburg: Bebauung geht nur im Schneckentempo voran 

„Der Abriss der Brauereigebäude verzögert sich. Consus lässt hohe Mietpreise durchsickern: Politik setzt klares Statement.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

„Lost Place“ mitten in Hamburg – Das Bordell hinter biederer Fassade

„Eingeklemmt zwischen zwei großen Mietshäusern steht die kleine gelbe Villa Lokstedter Weg 47 in Eppendorf. Sperrmüll türmt sich im Eingangsbereich, die Fassade ist verwittert. Laut Bezirksamt ist dem Eigentümer eine Abbruchgenehmigung erteilt worden. Damit würde ein Haus mit einer bewegten Geschichte verschwinden. Fast 20 Jahre lang befand sich hier nämlich eines der wenigen Bordelle von Eppendorf.“ Ein Artikel in der MOPO.

120-Mio.-Euro-Projekt in Hamburg – Sind das die Büros der Zukunft?

„Zwischen Alsterdorf und Eppendorf soll unter dem Motto „Neue Arbeitswelten“ ein neuer Bürocampus entstehen. Gebaut werden zwei miteinander verbundene Gebäudekomplexe, die eine Mietfläche von rund 24.000 Quadratmetern und damit eine Menge Platz für neue Büros bieten.“ Weiterlesen in der MOPO.

Leerstand: Eigentümer lässt historische Villa in Hamburg verfallen 

„Denkmalgeschütztes Haus steht seit fünf Jahren leer und verwahrlost. Jetzt hat Nachbar Thomas Kraske die Politik eingeschaltet.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Startschuss für Bahn-Bau an der U4 – So sollen die neuen Haltestellen aussehen 

„Jetzt soll es richtig losgehen: Bereits seit dem vergangenen Jahr wird in Horn schon an der U4-Verlängerung gewerkelt – am Montag gab es dann den offiziellen symbolischen Spatenstich, der coronakonform virtuell durchgeführt wurde. Die MOPO zeigt, wie die neuen Bahnstationen Horner Geest und Stoltenstraße aussehen könnten.“ Ein Artikel in der MOPO.

700 neue Wohnungen in Langenhorn geplant

„Im Hamburger Stadtteil Langenhorn wird eine Kleingartenkolonie mit 700 Wohnungen bebaut. Es ist das letzte große Wohnungsbaugebiet im Bezirk Hamburg-Nord, stößt aber auf den Widerstand der Schrebergärtner.“ Ein Beitrag im NDR.

Die Laube kommt weg 

„In Langenhorn sollen Schrebergärten und geschützte Moorgebiete sozialem Wohnungsbau weichen. Glücklich ist damit niemand, doch Alternativen sind rar.“ Weiterlesen in der taz.

Das Seeveviertel im Würgegriff der Baustellen

„Dauerwüste am Harburg-Center, Abriss der Gloriatreppe , Umbau von Ring und ZOB: Die Geschäftsleute sind sauer und beschweren sich.“ Weiterlesen im Hamburger Abendblatt (Abo).

Hamburger Bündnis für Wohnen steht immer noch nicht

„Wohnungsbauer und Stadt streiten über Anteil der Sozialwohnungen und Sonderwünsche der Bezirke. Verhandlung dauert schon halbes Jahr.“ Weiterlesen im Hamburger Abendblatt (Abo).

Weltgrößter Co-Working-Anbieter kommt nach Bergedorf

„Anbieter von flexiblen Bürocentern mietet im neuen „Office Tower“ zwei komplette Etagen. So sieht die Arbeitswelt von morgen aus.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Parteienbündnis für „Housing First“ 

„Ein übergreifendes Parteienbündnis im Bezirk Mitte fordert ein Housing-First-Modellprojekt für Hamburg. Den Senat setzt das unter Zugzwang.“ Ein Artikel bei Hinz&Kunzt.

CDU-Landeschef: Grüne greifen bürgerliches Lebensmodell an

„Debatte über Eigenheime bringt die Ökopartei in Bedrängnis. Der CDU-Landeschef nimmt öffentlich Stellung zum Vorstoß der Grünen.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Grünes Eigenheim-Verbot – Experte prognostiziert „extreme Preissteigerung“

„Dass Grüne und SPD im Bezirk Hamburg Nord keine Eigenheime in neuen B-Plänen mehr ausweisen wollen, schlägt weiterhin bundesweit hohe Wellen. Ein Experte gibt nun zu bedenken, dass dann die Eigentumsverteilung in Deutschland noch ungerechter werden könnte.“ Weiterlesen in der MOPO.

Makler packt aus – Traumhaus: Was den Hamburgern wichtig ist – wo es Schnäppchen gibt

„Bei den Grünen gilt es nicht mehr als zeitgemäß. Doch trotz enormer Hindernisse wünschen sich viele Hamburger ein eigenes Haus. Am liebstens freistehend mit kleinem Garten drumherum. Die Nachfrage ist gigantisch, das Angebot bescheiden und die Preise zum Heulen. Innerhalb von nur fünf Jahren ist der Preis für ein durchschnittliches Häuschen laut LBS um 42 Prozent gestiegen! Doch die Vorstellung vom Traumhaus hat sich verändert, sagt Makler René Müller.“ Ein Artikel in der MOPO.

Aus fürs Einzelhaus? Das Comeback der „Verbotspartei“

„Die Republik diskutiert über den Sinn von Einzelhäusern. Beschluss im Bezirk Nord ist bundesweites Wahlkampfthema geworden.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Einfamilienhaus-Streit in Hamburg – Grüner Bezirkschef hebelt Bürgerbeteiligung aus

„Der Streit um Einfamilienhäuser im Bezirk Hamburg-Nord geht in die nächste Runde. Wie der „Spiegel“ am Sonntag berichtete, hat der grüne Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz einen Weg gefunden, die Bürgerbeteiligung für ein Neubaugebiet zu umgehen. Die CDU spricht von Entmachtung des Bezirks und der Aushebelung von Bürgerrechten.“ Ein Artikel in der MOPO.

Bizarre Diskussion über das Profil der Grünen und Baupolitik

„Aus der Nachricht über einen Hamburger Bezirk, der kein weiteres Baugebiet für freistehende Einfamilienhäuser ausweist, ist eine bizarre Diskussion geworden, meint Silke Hellwig. Diese sei der Müdigkeit über Corona-Themen geschuldet und der offenbar ungebrochenen Sehnsucht vieler nach einem Eigenheim.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk.

Der Kampf ums Eigenheim

„Die ideologische Debatte über das Einfamilienhaus lenkt von den wahren Problemen der Städte ab. Sowohl für das Bauen hier wie auch für das Leben im Grünen gibt es bessere Ansätze als Vorschriften und Verbote.“ Ein Artikel in der FAZ (Abo).

Rasanter Anstieg – Wohnungen in Hamburg massiv teurer – Preise in Hannover explodieren

„Die Corona-Krise hat für fast jeden Wirtschaftszweig negative Folgen – nur der Immobilienbranche kann das Virus offenbar nichts anhaben. Wie die aktuelle Prognose des Portals „Immowelt“ für 2021 zeigt, steigen die Preise für Eigentumswohnungen an – auch in Hamburg und im Norden.“ Ein Artikel in der MOPO.

Trotz Corona-Pandemie – Weniger Immobilien zwangsversteigert

„Die Zahl der Zwangsversteigerungen in Deutschland nimmt seit Jahren ab – auch in der Pandemie. Experten rechnen aber gleich aus mehreren Gründen damit, dass dieser Trend bald ein Ende finden dürfte.“ Weiterlesen im Hamburger Abendblatt (Abo).

Verbände fordern bundesweiten Mietenstopp

„Beschäftigte erleiden in der Corona-Pandemie oft kräftige Einkommensbußen, viele Geschäfte bangen um ihre Existenz. Doch eines bleibt konstant: die Miete. Hilft die „Wohnraumoffensive“ der Regierung?“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Immobilien als Ware – Wohnungsmärkte außer Kontrolle

Wohnen ist mehr als ein Dach überm Kopf. Die Kommunen haben das jahrelang vernachlässigt. Jetzt versuchen sie, teuren Mieten und leerstehenden Immobilien entgegenzuwirken.“ Ein Beitrag im SWR.

#17 Wohnen. Vom Grundriss bis zur regionalen Verflechtung

„Wohnungsnot trifft auf Corona-Krise: Werden scheinbare Gewissheiten, wie wir leben und wohnen wollen, auf einmal außer Kraft gesetzt? Die Standardisierung unserer Wohnungen bot schon immer zu wenig Flexibilität für verschiedene Lebenssituationen, dies wird nur jetzt noch deutlicher.“ Ein Beitrag im BDA Denklabor.

So viele Quadratmeter brauchen wir, um uns wohlzufühlen

„Mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland leben in zu kleinen Wohnungen. Der Staat sagt, mehr als 50 Quadratmeter pro Person sei zu viel. Über das Verhältnis von Platz und Lebensqualität.“ Ein Artikel im Spiegel (Abo).

Diese Dämmorgie ist katastrophal

„Klimafragen: Der Architekt und Ingenieur Rudi Scheuermann fordert nicht nur eine massive Begrünung der Städte – als Mann der Praxis erklärt er auch, wie das geht.“ Ein Artikel in der FAZ (Abo).

So könnte das Krankenhaus der Zukunft aussehen 

„Planer und Mediziner tüfteln an besseren Krankenhäusern. Die »Healing Architecture« soll die Ausbreitung von Erregern verringern. Am Anfang der Überlegungen im Kampf gegen Viren und Keime steht das Patientenzimmer.“ Ein Artikel auf Spiegel Online (Abo).

DDR-Kulturhäuser nach 1990 – Auferstanden aus Ruinen?

„Kulturhäuser gab es in der DDR selbst in kleinen Dörfern. Nach 1990 waren sie als Orte kulturpolitischer Machterhaltung der SED verpönt und wurden abgerissen oder dem Verfall überlassen. Einige aber sind wiederentdeckt und neu belebt worden.“ Ein Feature im Deutschlandfunk Kultur.

Wie unpolitisch war Mies van der Rohe?

„Um die Vergangenheit des Bauhaus-Architekten geht es am Montag im Lichtenberg-Newsletter. Außerdem starten wir die Woche mit Nachrichten aus Treptow-Köpenick.“ Ein Artikel im Tagesspiegel.

Alltags-Rassismus in Amerikas Städteplanung

„Amerikas Rassismus findet sich auch in der Stadtplanung wieder: Das MoMA in New York wirft einen kritischen Blick auf die Diskriminierung durch Architektur.“ Ein Artikel in der Deutschen Welle.