Tuesday Reads

Tuesday Reads #15

Tuesday Reads Ausgabe 15/2020

Es ging um verpatzte Verkehrswenden, die neue Leiterin des Denkmalschutzamtes, ein besetztes Gebäude, eine Musterfassade, das Harburg-Huus, Albtraum urbanes Wohnen und Vieles mehr… 

Jeden Dienstag wird das aktuelle Geschehen der vergangenen Woche rund um Architektur und Stadt in unseren Tuesday Reads zusammengefasst. 

750 Meter Kopenhagen

„Der ADFC hat einen Pop-up-Radweg eingerichtet. Die Aktion fordert den Hamburger Senat auf, Radfahrer*innen mehr Platz zu geben.“ Ein Artikel in der taz.

Soll so die Verkehrswende in Hamburg aussehen?

„Mit neuen Mobilitätskonzepten sammelte der rot-grüne Senat bei den Wahlen viele Stimmen. Doch wenn es um praktische Projekte wie den Neubau der Sternbrücke geht, bleibt von den Visionen wenig übrig.“ Ein Artikel in der Welt.

Mega-Neubau in Hamburg – Kommentar: Kein Abriss, rettet die Sternbrücke!

„„Hamburg hat mehr Brücken als Venedig.“ Dieser Satz gehört zum Standard-Programm jedes Stadtführers. Gut 2500 gibt zwischen Alster, Bille und Elbe. Darauf können wir ein bisschen stolz sein. Und nun will uns die Bahn mit der Sternbrücke ein ganz besonderes Exemplar klauen. Okay, kein besonders schönes, auch die geschichtliche Bedeutung hält sich in Grenzen. Doch die Sternbrücke gehört zu Altona wie das Rathaus an der Max-Brauer-Allee, der Altonaer Balkon oder Altona 93.“ Ein Kommentar in der MOPO.

Im Centro ist’s zu teuer

„Das linke Zentrum in St. Pauli zahlt 4.000 Euro Monatsmiete. Die Nutzer*innen verhandelten über einen neuen Vertrag, bis Corona dazwischenkam.“ Ein Artikel in der taz.

Einsatz in Hamburg – Aktivisten besetzen leerstehendes Gebäude, Polizei greift ein

„Die besten Zeiten hat das Gebäude hinter sich. 2006 feierte Schaumstoff Lübke Neuereröffnung, 2012 wurden eine Ateliergemeinschaft ansässig, auch eine TV-Produktionsfirma hatte hier schon ihre Büroräume. Seit etwa zwei Jahren steht das Haus an der Blücherstraße leer. Am Sonnabendmorgen wurde es von Aktivisten besetzt. Die Polizei rückte an.“ Ein Artikel in der MOPO.

Polizei räumt besetztes Haus in Altona

„Das in Hamburg-Altona besetzte Haus in der Blücherstraße ist am Samstagabend von der Polizei geräumt worden.“ Ein Artikel im NDR.

Baakenpark in der Hamburger HafenCity

„Das einstige Hafengelände, auf dem die HafenCity weiterwächst, ist ein von Orthogonalität und Rationalität geprägter Ort. Ein neuer, in einem Hafenbecken als Halbinsel mit bewegter Topografie realisierter Park bildet nun innerhalb dieses von Funktionalität bestimmten Ordnungssystems einen markanten Kontrapunkt.“ Ein Artikel in der Deutschen Bauzeitung.

Hamburgs neues Wahrzeichen wird nächste Woche sichtbar

„Investor stellt mehrstöckige Musterfassade auf. Probebohrung in 111 Meter Tiefe abgeschlossen. Erster Spatenstich im Frühjahr 2021.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Elbtower wird sichtbar – Investor stellt mehrstöckige Musterfassade auf

„Eigentlich soll der Elbtower erst in fünf Jahren fertig sein – ein Investor stellt aber jetzt schon einen riesigen Fassadenprototypen auf. In der kommenden Woche soll die Musterfassade fertig aufgestellt sein: Dann können die Hamburger den zukünftigen Elbtower zumindest schon einmal zweidimensional bewundern.“ Ein Artikel in der MOPO.

Veddel: Hoffnung für die Stadtteilbücherei?

„Schulbehörde will zusammen mit Bezirk und dem Verein „Veddel aktiv“ neue Räume finden.“ Ein Artikel im Elbe Wochenblatt.

Streit um Obdachlosen-Unterkunft Harburg-Huus

„Die einzige Unterkunft für Obdachlose im Bezirk Harburg, das Harburg-Huus, steht vor der Schließung. Ein Investor, der dort Wohnungen bauen will, hat dem DRK-Kreisverband jetzt den Mietvertrag für das Gebäude zum April nächsten Jahres gekündigt.“ Weiterlesen beim NDR.

„Harburg Huus“ – Ende der Obdachlosen-Einrichtung? Das sagt der Investor

„Die Nachricht hat viel Empörung hervorgerufen: Die Obdachloseneinrichtung „Harburg Huus“ soll ihre Räume verlieren, der neue Investor hat dem Betreiber DRK den unbefristeten Mietvertrag gekündigt. Doch die Immobilienfirma Urban space fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt.“ Ein Artikel in der MOPO.

Mehr Plätze für Obdach- und Wohnungslose 

„Die Stadt Hamburg baut das Hilfssystem für Obdach- und Wohnungslose aus. Seit dieser Woche stehen 60 zusätzliche Plätze in einer Jugendherberge für Infizierte und Menschen bereit, die für zwei Wochen unter Quarantäne müssen.“ Ein Artikel bei Hinz & Kunzt.

S-Bahn-Ring für Hamburg

„Metin Hakverdi und Frank Wiesner wollen mit ihrem Vorschlag die Verkehrsprobleme des Hamburger Südens lösen – Wirtschafts- und Verkehrsbehörde winkt ab.“ Ein Artikel im Elbe Wochenblatt (Abo).

Mehr Luft und Licht, bitte

„Neubauten mit winzigen Balkonen, Dachbegrünung bleibt utopisch: Die Coronakrise offenbart, was in der Architektur schiefgelaufen ist.“ Ein Artikel im Tagesspiegel.

Wenn das urbane Wohnen zum Albtraum wird

„Stadtforscher über unsere neue Sichtweise durch Corona– und wie sich die Vorteile lebendiger Viertel ins Gegenteil verkehren.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Lust an Veränderung. Wie man mit einer wachsenden Stadt umgeht

Hamburg wächst – und zwar um etwa 20.000 Einwohner pro Jahr. Das ist keine Überraschung, sondern eine Entwicklung, mit der wir hier in der Stadt schon seit zwei Jahrzehnten gut und konsequent umgehen. Die baulichen und freiräumlichen Ergebnisse sind dabei mehr als vorzeigbar.“ Ein Artikel des Oberbaudirektors Franz-Josef Höing auf der Webseite des KAP-Forums.

Auf den Spuren der Stadt – Hamburg: Fünf Vorschläge für spannende Spaziergänge

„Hamburg neu entdecken! Bei schönem Wetter lohnt sich ein Rundgang, denn in diesen fünf unterschätzten Quartieren hat sich einiges getan. Von Neu-Altona über Harburg bis Bergedorf: Die Hamburger können sich über neue Grünanlagen, Marktplätze und Aufenthaltsmöglichkeiten am Wasser freuen. Die MOPO stellt die fünf empfohlenen Rundgänge der Stadtentwicklungsbehörde vor.“ Ein Artikel in der MOPO.

Mit dem Fahrrad Hamburg neu entdecken

„Raus an die frische Luft – in Hamburg ist dafür nicht nur zu Corona-Zeiten das Fahrrad ideal. Interessante Ziele für Fahrrad-Ausflüge bieten sich zuhauf, denn die Hansestadt bietet eine Reihe sehenswerte Ecken, die selbst vielen Hamburgern unbekannt sind.“ Hier entlang zum Beitrag im NDR.

Architektur: Wie sah Hamburg bei Kriegsende aus?

„Am 3. Mai 1945 marschierte die britische Armee in Hamburg ein. Die Stadt ergab sich kampflos. Seit den Bombennächten von 1943 hatte sie sich in weiten Teilen in eine Trümmerlandschaft verändert.“ Hier entlang zum Beitrag im NDR.

Diese Frau ist Hamburgs neue Denkmalpflegerin

„Berufen wurde sie vom Senat. Kultursenator Carsten Brosda sagt über Anna Joss: „Sie ist eine starke Anwältin der Baukultur.““ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Nebenkosten-Ranking: So schneidet Hamburg im Vergleich ab

„Der Steuerzahlerbund hat die Wohnnebenkosten aller Landeshauptstädte analysiert. In einem Punkt ist Hamburg besonders teuer.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Was fühlen Sie, wenn Sie an Iran denken?

Der Architekt und Designer Hadi Teherani im Interview ohne Worte über Eleganz, seine Meinung zur Elbphilharmonie und Menschen, die unbedingt im Altbau wohnen wollen.“ Hier entlang zum SZ-Magazin-Klassiker „Sagen Sie jetzt nichts“.

Gegen eine Architektur der Verachtung

„Die heutigen Innenstädte stoßen uns aus und stoßen uns ab. Der Straßburger Philosoph Mickaël Labbé fordert deshalb eine Stadtplanung, die nicht nur auf die Funktionalität, sondern auch auf die Atmosphäre achtet.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk.

Das Modernde und das Moderne

„Das Rechenzentrum in Potsdam, der „Mäusebunker“ und das Hygieneinstitut in Berlin waren einmal Zukunftsorte. Darf man die Bauwerke abreißen?“ Ein Artikel in der FAZ.

Frust am Bau

„Die Pandemie erreicht Architekten und Ingenieure. Von der Hochstimmung der Branche vor der Coronakrise ist nicht mehr viel übrig. Bei einer Online-Umfrage stellten sich über die Hälfte der 9000 Beteiligten auf „wirtschaftlich schwierige Zeiten“ ein.“ Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Star-Architekt Jacques Herzog: „Wir müssen die Stadt neu denken“

„Der Co-Eigentümer des berühmten Baseler Architekturbüros Herzog & de Meuron spricht über die Folgen des Coronavirus für das Zusammenleben und über die Zukunft unserer Metropolen.“ Hier entlang zum Interview im Handelsblatt (Abo).

The Smell of Concrete After Rain

“Stories inspired by two people from the world of architecture and design we’ve lost due to COVID.“ Ein Beitrag bei 99% Invisible.