Tuesday Reads

Tuesday Reads #04

Tuesday Reads Ausgabe 04/2020

Hamburg befindet sich im Wahlkampf: Von neuen Radwegen, einer autofreien Willy-Brandt-Straße bis zu Forderungen nach mehr Wohnraum. Darüber hinaus wünschen sich die Hamburgerïnnen den Mietendeckel, Wohnen auf dem Mars und Vieles mehr…

Jeden Dienstag wird das aktuelle Geschehen der vergangenen Woche rund um Architektur und Stadt in unseren Tuesday Reads zusammengefasst. 

Ladensterben in Hamburgs Top-Lagen – Wird unsere Innenstadt zur Shopping-Wüste?

„Leere Auslagen, abgeklebte Schaufenster, Plakate für den Räumungsverkauf: In den vergangenen Wochen haben mehrere große Geschäfte in der Hamburger Innenstadt ihre Türen für immer geschlossen oder sind dabei, die Flächen zu räumen – darunter auch große Modeketten. Verödet die City immer mehr?“ Ein Artikel in der MOPO.

Uni bezieht 2023 ehemaliges Fernmeldeamt

„Im Hamburger Stadtteil Rotherbaum entsteht in den nächsten Jahren ein modernes Zentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften. Am Montag wurden die Pläne für den Umbau und die Erweiterung des ehemaligen Fernmeldeamts in der Schlüterstraße vorgestellt. Seit 20 Jahren existieren die Pläne schon, nun werden sie Realität. Dort, wo einst Telefonistinnen Gespräche in alle Welt vermittelten, werden ab Herbst 2023 Studierende einziehen.“ Ein Artikel im NDR.

Altes Postamt – So schick wird die neue Uni im Grindelviertel

„Die Uni Hamburg bekommt einen neuen Campus – und zwar in dem denkmalgeschützten Gebäude des Fernmeldeamts und alten Postamts in der Schlüterstraße. Im Herbst 2023 sollen hier das Humanities Research Center, das German Institute of Global and Area Studies (GIGA) sowie das Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) einziehen.“ Ein Artikel in der MOPO.

Neue Mitte in Gefahr: Kauf des Bahnhofs Altona rechtswidrig?

„Hamburg wollte eigentlich in den Kaufvertrag der Volksbank einsteigen. Rechtsanwalt zweifelt Vorgehen des Senats an. Wie es weitergeht.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Gutachter soll künftigen Charakter der Elbchaussee bestimmen

„Eine neue Verordnung soll prächtige Villen und großzügige Gärten entlang der Straße erhalten – und untypische Bebauung verhindern.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Neubau im Landschaftsschutzgebiet „ist ein Skandal“

„Nachbarn sind empört: Am Falkenstein wird neu gebaut und ein unter Denkmalschutz stehendes Haus wurde abgerissen.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Hamburg: Wird Verlängerung der U4 nach Wilhelmsburg unmöglich?

„BUND: Schneise für oberirdische Anbindung wird zugebaut. Hamburger Senat erteilt Wünschen von der Elbinsel eine Absage.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Winterhude: Verlagsgebäude wird zum Apartment-Hotel

„In dem Backsteinbau am Poßmoorweg entstehen 148 Mikro-Wohnungen. “Serviced apartments“ sind in Hamburg auf dem Vormarsch.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Hamburg sichert sich Vorkaufsrecht in Wandsbek

„Um städtebauliche Vorhaben zu verwirklichen und Grundstücksspekulationen zu verhindern, hat die Stadt Hamburg im Bezirk Wandsbek eine sogenannte Vorkaufsrechtverordnung erlassen.“ Hier entlang zum Beitrag im NDR.

S4 und Wohnungsbau: Hamburg schützt sich gegen Spekulanten

„Eine neue Verordnung über das Vorkaufsrecht hat erhebliche Auswirkungen. Kommt jetzt die neue “Wandse-Stadt” an der S4?“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

500 neue 8-Euro-Wohnungen sollen in Steilshoop entstehen

„Bezirksamt und Saga beschließen Nachverdichtungen im Stadtteil. Planverfahren mit Bürgerbeteiligung startet im März.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Bergedorf: Koalitionsvertrag unterschrieben

„SPD, Grüne und FDP in Bergedorf haben am Donnerstagabend ihren Koalitionsvertrag unterschrieben. Darin konnte sich die FDP mit ihren Forderungen zum umstrittenen neuen Stadtteil Oberbillwerder in Teilen durchsetzen: Dort solle nun 350 Wohnungen weniger gebaut werden als geplant.“ Ein Beitrag im NDR.

Jedes dritte Bauprojekt der Stadt wird teurer als geplant

„Laut Senat sprengt ein Drittel der Bauvorhaben den Kostenrahmen – für ein Gebäude gibt es gar keine Prognose mehr.“ Weiterlesen im Hamburger Abendblatt (Abo).

Wohnungsbau: Sozialverband Deutschland rügt Hamburger Senat

„Die Bausenatorin feiere sich für Erfolge, die gar keine seien. 3717 neue Sozialwohnungen pro Jahr seien kein Erfolg.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Kritik trotz Rekordzahlen vom Senat

„In Hamburg wurden im vergangenen Jahr so viele Sozialwohnungen gebaut wie seit 20 Jahren nicht. Am langfristigen Trend ändert aber selbst dieser Bauboom nichts: Die Gesamtzahl an Sozialwohnungen in der Hansestadt steigt kaum, Sozialwohnungen im ersten Förderweg werden sogar weniger.“ Ein Artikel bei Hinz&Kunzt.

Überraschende Umfrage – Hamburger wollen Mietendeckel – und dichter bebaute Viertel

„Immer mehr Hamburger wollen, dass der Staat in den Wohnungsmarkt eingreift. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap im Auftrag des NDR durchgeführt hat. 69 Prozent der Hamburger, so die Studie, stehen einem Mietendeckel positiv gegenüber – und auch unter CDU-Wählern wächst die Akzeptanz für solche Schritte.“ Ein Artikel in der MOPO.

Mehrheit für staatliche Regulierung

„69 Prozent der Hamburger*innen befürworten in einer repräsentativen Umfrage des NDR staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt wie zum Beispiel die Einführung eines Mietendeckels. In der Bürgerschaft steht aber nur eine Fraktion hinter diesem Instrument.“ Ein Artikel bei Hinz&Kunzt.

Neue Prognose – Hamburger Wohnungspreise sollen bis Jahresende rasant steigen

„Schlechte Nachrichten für Hamburger, die sich auf dem Wohnungsmarkt umsehen: Bis Jahresende müssen Kaufinteressenten mit einem Anstieg der Preise um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr rechnen. In Zahlen: Kostete der Quadratmeter 2019 noch 4820 Euro werden es bis Jahresende in Hamburg schon stolze 5350 Euro.“ Ein Artikel in der MOPO.

Hamburger verschulden sich immer mehr – für Immobilienkauf

„Kredite mit 370.000 Euro deutlich höher als vor vier Jahren. Viele Käufer finanzieren Objekte zu 100 Prozent. Das sind die Gefahren.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Preis-Boom in Hamburg – Neuer Höchstwert! Darum ziehen Firmen-Mieten deutlich an

„Während die Mieten auf dem Wohnungsmarkt in Hamburg stagnieren, ziehen sie auf dem Markt für Büroflächen deutlich an. Leerstand gibt es kaum, und neue Bauprojekte sind schon zum großen Teil vorvermietet, wie das Immobilien-Unternehmen Grossmann & Berger in seinem aktuellen Marktbericht bekanntgab.“ Ein Artikel in der MOPO.

Hamburg braucht mehr Wohnungen – Einigkeit bei allen Parteien

„Die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion kam zu klarem Ergebnis. Differenzen gab es jedoch bei der Frage nach dem Wie.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Hamburger Senat will 130 neue Sporthallen bauen

„Der Hamburger Senat will bis zum Jahr 2027 mindestens 130 neue Schulsporthallen bauen. Von dem Infrastrukturprogramm sollen auch die Sportvereine in der Hansestadt profitieren.“ Ein Beitrag im NDR.

Senat beschließt Digitalstrategie für Hamburg

„Mit einer neuen Strategie will Hamburg in der gesamten Stadt Digitalstrukturen schaffen. Dabei soll es nicht nur um einzelne Serviceangebote für Bürgerinnen und Bürger gehen, sondern um alle Bereiche der Stadtgesellschaft, also auch Verkehr, Bauen und Verwaltung.“ Ein Beitrag im NDR.

CDU will mit Stadtboulevard die City beleben

„Für die CDU ist die Willy-Brandt-Straße eine „Barriere, die mitten durch das Herz unserer Innenstadt führt“. Ein Tunnel und ein Boulevard sollen das ändern. Vorbild sind Barcelona und Kopenhagen.“ Ein Artikel in der Welt.

Hamburg: CDU fordert Boulevard auf Willy-Brandt-Straße

„CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg plädiert für Tunnellösung und neue Grünflächen. Großteil des Verkehrs soll unterirdisch fließen.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt (Abo).

Radeln mit der grünen Welle

„Die Hamburger Grünen haben ihr Ziel beim Ausbau des Radverkehrs verfehlt – und verdoppeln es für die kommende Legislaturperiode.“ Ein Artikel in der taz.

Grüne wollen jährlich 100 Kilometer Radwege bauen

„Hamburgs kleinere Regierungspartei legt „Radverkehrsstrategie 2030“ vor – dazu gehören auch geschützte und besonders schnelle Strecken. CDU verweist darauf, dass die Ziele zuletzt klar verfehlt wurden.“ Ein Artikel in der Welt.

Fahrradstadt war gestern! Grüne wollen Hamburg jetzt zum Rad-Mekka machen

„Hamburg als Fahrradstadt? Das reicht den Grünen nicht mehr! Ihre Forderung aus dem Jahr 2015 hat Hamburgs Öko-Partei für den aktuellen Wahlkampf noch einmal aufgepäppelt. Neuer Plan: Hamburg soll zum Fahrrad-Mekka werden!“ Ein Artikel in der MOPO.

Mehr Platz fürs Rad

„Wie kommen Fahrradfahrer am besten an Hauptverkehrsstraßen entlang? Und wie schafft man den Platz dafür? Die Politik hätte viele Ideen, wie eine Straße in Hamburg zeigt.“ Ein Artikel bei ZEIT Online (Abo).

Die Architektur von Industriebauten im Wandel der Zeit

„Baumwollspinnerei, Zigarettenfabrik, Gießerei: So einige Industriebauten aus der Zeit der Industrialisierung in Sachsen haben heute noch ihren Charme und werden neu genutzt. Als Ateliers, Wohnungen, Büros, Museen und vieles mehr. Wenn heute allerdings eine neue Fabrik gebaut wird, dann oft am Stadtrand und ohne, dass dabei großer Wert auf die Architektur gelegt wird. Es gibt aber auch Ausnahmen.“ Ein Artikel im MDR.

„Bilderverbote sind kontraproduktiv“

„Ein Gericht soll entscheiden, ob die „Judensau“, ein mittelalterliches antijüdisches Relief in Wittenberg, entfernt werden muss. Derartige Kunst zu tilgen, sei keine Lösung, sagt Denkmalpflegerin Ulrike Wendland: Wir seien aufgeklärt genug, damit umzugehen.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

Gottfried Böhm zum Hundertsten

„Das lange Jubiläumsjahr »Bauhaus 100« ist zu Ende gegangen, und viele Fragen sind offen geblieben. Zum Beispiel die, ob und was die (Bauhaus-)Moderne letztlich gegen den »unerfreulichen Zustand der Textur« der Stadt zu bewirken vermochte – eine Frage, die Colin Rowe und Fred Koetter bereits 1984 aufwarfen.“ Ein Artikel in der Deutschen Bauzeitung.

Die Böhms: Architektur einer Familie

„Gottfried Böhm gilt als einer der wichtigsten Architekten der Nachkriegs-Ära. Am 23. Januar 2020 wird der Pritzker-Preisträger 100 Jahre alt. Auch seine Söhne Stephan, Peter und Paul sind Architekten. Sie alle arbeiten unter einem Dach – in dem Haus, das der berühmte Großvater Dominikus Böhm, ebenfalls Architekt und Kirchenbauer, in Köln auf dem Römerberg errichtete. Hier entstanden regelmäßig Großbauten wie die Zentralmoschee in Köln oder das Museum Ägyptischer Kunst in München.“ Hier entlang zum Fernsehbeitrag im WDR.

Der Gott des Betons

„Der Architekt und Bildhauer Gottfried Böhm ist der Meister des kühnen Giganto-Brutalismus. Seine skulpturalen Bauten haben die Bundesrepublik der Nachkriegszeit geprägt. Nun feiert Böhm seinen 100. Geburtstag.“ Ein Artikel im monopol Magazin.

Künstler unter den Architekten: Gottfried Böhm wird 100

„Gottfried Böhm feiert seinen 100. Geburtstag. Der vielfach ausgezeichnete Kölner Architekt ist schon zu Lebzeiten eine Legende. Sein berühmtestes Werk, der Mariendom im rheinischen Neviges, spaltet bis heute die Gemüter.“ Ein Artikel in der Deutschen Welle.

Diese Stadt ist ein großer Roboter

„Weil die smarten Dinge, die sie verkaufen, mit den existierenden Städten und ihren Bewohnern nicht so gut klarkommen, bauen die großen Firmen ab sofort ihre eigenen Städte – so wie Toyota bei Tokio. Was heißt das für die Frage, wie wir in Zukunft leben?“ Ein Artikel in der FAZ (Abo).

Extraterrestrisches auf und jenseits der Erde

„Ein Thema, vier Facetten: In der Echtzeit beschäftigen wir uns heute mit dem Weltall – etwas, das nicht nur Science Fiction Fans fasziniert, sondern auch Astrophysiker, Architekten und Technomusiker. Wann werden wir wirklich abheben?“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

Ein Häuschen auf dem Mars

„Neue Mars-Missionen beflügeln die Fantasie von Architekten: Wie sollte ein Habitat auf unserem roten Wüstennachbarn aussehen? „Im Grunde ist er sehr gemäßigt“, behauptet Architekt Bjarke Ingel. Wenn da nur nicht die Sache mit Luft und Wasser wäre.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

Wohnen kann ganz schön unvernünftig sein

„2019, im Jahr des 100. Bauhaus-Jubiläums, war es nicht zu übersehen: Die Entwürfe dieser Zeit bestimmen bis heute unseren Formenkanon und unsere Vorstellung von schlichter Zweckmäßigkeit. Aber muss Wohnen denn wirklich immer so minimalistisch und aufgeräumt sein?“ Hier entlang zur Bilderstrecke auf ZEIT Online.

Flexibles Wohnen in Containern & Co.

„Wenn Familien wachsen, wird es in der Wohnung eng. Doch oft läßt sich auch mit kleinen baulichen Maßnahmen ein weiteres Zimmer schaffen. Und wenn die Kinder ausziehen, werden die Wände wieder entfernt. Flexibles Wohnen heißt das Zauberwort.“ Ein Beitrag im WDR.

“Ich stehe gern im Halbdunkel”

„Nicolas Godin, Gründer des Popduos Air, veröffentlicht ein Album über Architektur. Also waren wir mit ihm auf einer Baustelle – der der Neuen Nationalgalerie in Berlin.“ Hier entlang zum Interview bei ZEIT Online.

„Es gibt eine ganz neue Wahrnehmung der DDR-Architektur“

„Nach dem Mauerfall wurden Kunstwerke der DDR an Fassaden und in öffentlichen Räumen häufig abgerissen. Doch mit dem zeitlichen Abstand zum Ende der DDR wächst das Interesse von Bürgern und Architekten, diese Arbeiten zu erhalten.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

“Ich habe mir keinen Versorgungsposten geschaffen”

„Der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold will Direktor der Berliner Bauakademie werden – für die er in seinem Amt bis 2018 verantwortlich war. Ein Fall von Selbstbedienung? Er wehrt sich.“ Ein Artikel im SPIEGEL.

Deutscher Mieterbund legt 12-Punkte-Plan vor

„Der Deutsche Mieterbund (DMB) sieht dringenden Handlungsbedarf gegen steigende Mieten und Wohnungsnot und hat auf einer Pressekonferenz in Berlin einen 12-Punkte-Plan vorgelegt, der 12 Forderungen für eine sozialverträglichere und sozialere Wohnungspolitik vorstellt.“ Weiterlesen bei polis.