Tuesday Reads

Tuesday Reads #15

Tuesday Reads Ausgabe 15/2019

In der Presse der vergangenen Woche ging es um das Paloma Viertel, neuen Wohnraum im Hamburger Westen und Nordosten, Enteignungen, Lehmarchitektur, Häuser aus Holz und Vieles mehr… 

Jeden Dienstag wird das aktuelle Geschehen der vergangenen Woche rund um Architektur und Stadt in unseren Tuesday Reads zusammengefasst. 

Wie ein Bagger den City-Hof-Abriss beschleunigt

„Stadt genehmigt „die sofortige Vollziehung“ – auch weil ein Spezialgerät sonst nicht mehr zur Verfügung steht.“ Weiterlesen im Hamburger Abendblatt.

Wünsche der Anwohner sollen vertraglich festgelegt werden

„Die Stadt Hamburg ist bereit, den sozialen Teil des Palomaviertels zu kaufen. Sie prüft auch, ob die kiezaffinen Nutzungen im Bebauungsplan festgelegt werden können. Darauf drängen die Macher der Planbude.“ Ein Artikel in der Welt.

Bewegung im Paloma-Viertel

„Noch ist das Gelände am Spielbudenplatz, wo einst die Esso-Häuser standen, leer. Der Bau des Paloma-Viertels stockt. Doch Stadt, PlanBude und Nachbarschaftsinitiative setzen sich jetzt dafür ein, dass der Bau von günstigen Wohnungen und Nachbarschaftsangeboten nicht scheitert.“ Ein Artikel bei Hinz&Kunzt.

Paloma-Viertel“ auf St. Pauli – Dürfen die Hamburger jetzt beim Bauen mitentscheiden?

„Hamburg soll das Paloma-Viertel retten. Mit dem möglichen finanziellen Einstieg der Stadt ist Bewegung in das Großbauprojekt auf dem Areal der einstigen Esso-Hochhäuser gekommen. Nun fordern die Planer, dass die wichtigsten Wünsche der Bürger im Bebauungsplan festgeschrieben werden.“ Ein Artikel in der MOPO.

PlanBude: „Noch ist das Paloma-Viertel nicht gerettet“

„Anwohner-Vertreter fordern, Nutzungen für den Neubau festzuschreiben. Sie wollen auch niedrige Mieten für Musikclub und Hostel.“ Weiterlesen im Hamburger Abendblatt.

Vierfach-Miete für das Molotow? – Paloma-Viertel: Miet-Schock für Kiez-Club

„Eine der zentralen Bedingungen für den Abriss der Esso-Häuser war, dass das Molotow in den Neubau einzieht. Doch das ist nicht mehr sicher. Der Eigentümer fordert mehr Geld, als der Club zahlen kann.“ Ein Artikel in der MOPO.

Paulihaus – Neues Gebäude an bekannter Pauli-Kreuzung

„Auf St. Pauli entsteht neben der Rindermarkthalle ein weiteres Backsteingebäude. Die Nutzung soll stark auf den Stadtteil bezogen, bisherigen Mietern nach Möglichkeit Flächen angeboten werden.“ Ein Artikel in der Welt.

Muttergesellschaft der Agentur Nordpol ist insolvent

„Hauptursache ist offenbar das grüne Bunkerprojekt auf dem Heiligengeistfeld. Was wird nun aus “Hamburgs Silicon Valley”?“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt.

Der neue Elbe-Boulevard ist so gut wie fertig

„Die Hochwasserschutzanlage wird rechtzeitig zum Hafengeburtstag eröffnet. Sie hat 136 Millionen Euro gekostet.“ Weiterlesen im Hamburger Abendblatt.

HafenCity-Universität bekommt einen neuen Präsidenten

„Hochschulsenat wählt den Digitalexperten Jörg Müller-Lietzkow zum Nachfolger von Walter Pelka. Perfekt ist der Wechsel noch nicht.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt.

Oberbaudirektor: Grasbrook wird Deutschlands beste Lage

„3000 Wohnungen und 16.000 Arbeitsplätze entstehen. Doch bevor die Bagger kommen, flammt ein alter Streit wieder auf.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt.

Grundstein für Bahrenfelder Carrée gelegt

„Nach achtjährigem Leerstand wird ein bekanntes Grundstück im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld bebaut. Die CG Gruppe hat am Donnerstag den Grundstein für das Bahrenfelder Carrée an der Ecke Von-Sauer-Straße/Bahrenfelder Chaussee gelegt.“ Ein Beitrag im NDR.

So sollen die A7-Deckel gestaltet werden

„Nach Fertigstellung der Autobahntunnel in Stellingen und Schnelsen, geht es an die Gestaltung der Oberflächen. Die Entwürfe der Architekten sehen dabei hauptsächlich Grünflächen vor.“ Ein Artikel in den Eimsbütteler Nachrichten.

Landhaus Michaelsen: Experimentelle Architektur

„In Hamburgs Westen steht ein Haus, das zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum große Beachtung findet: das Puppenmuseum auf dem Falkenstein. Als der Architekt Karl Schneider es 1923 baute, hieß es noch Haus Michaelsen und war deutschlandweit eines der ersten modernen Wohnhäuser. Denn in Hamburg gab es eine Architektur-Avantgarde, parallel zum Bauhaus und mit dem gleichen Mut zum Experiment.“ Ein Beitrag im NDR.

500 neue Wohnungen geplant – Steilshoop rebelliert

„Nachverdichtung im Hochhausviertel massiv kritisiert. Bürger wollen leere Schule am See für Wohnprojekte, Kultur und Startups.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt.

Billwerder – Bei Flüchtlingen kriegt Hamburg die Wohnungskrise

„Hamburgs Wohnungsmarkt ist absolut dicht. Deshalb leben rund 15 000 Geflüchtete seit Jahren in städtischen Einrichtungen, die eigentlich nur eine Zwischenlösung für wenige Monate sein sollten. Dabei haben sie einen Aufenthaltsstatus, der sie berechtigt, in eine eigene Wohnung zu ziehen. Das gilt auch für viele Bewohner von Hamburgs größter Flüchtlings-Siedlung in Billwerder. Knapp 2400 Geflüchtete leben dort. Eigentlich sollte die Zahl in diesem Jahr auf 300 sinken. Nicht umsetzbar! Nun soll die Zahl bis Jahresende zumindest auf 1950 abschmelzen.“ Ein Artikel in der MOPO.

Dieses Haus beweist, dass klimaneutrales Bauen lohnt

„Wolfram Trinius hat sich in Hummelsbüttel ein Plus-Energiehaus gebaut. Damit will er andere Bauherren zum Nachmachen inspirieren.“ Ein Artikel in der Neuen Ruhr Zeitung. 

“Der Senat muss besser kontrollieren”

„Nach dem Elbphilharmonie-Desaster schien Hamburg gelernt zu haben für die Kalkulation neuer Bauten. Doch nun wird wieder ein Projekt teuer. Die FDP fordert neue Regeln.“ Hier entlang zum Artikel bei ZEIT Online.

Hamburgs größter privater Bauherr – Ihr diskutiert über Enteignung – Im Ernst?

„Die aktuelle Debatte über die Enteignung privater Wohnungsunternehmen weckt schlimmste Kindheitserinnerungen in mir. Ich bin in der DDR aufgewachsen und habe als Neunjähriger miterlebt, wie meine Eltern enteignet wurden. Mit dem Verlust des Familienbetriebs ging unsere wirtschaftliche Existenz verloren. Darauf folgte 1960 die Flucht in den Westen. Nach diesen Erfahrungen hätte ich mir nie träumen lassen, dass in der Bundesrepublik ernsthaft über die Verstaatlichung privaten Eigentums diskutiert wird.“ Weiterlesen in der MOPO.

Von Privat- zu Gemeinwirtschaft – Initiative fordert: Enteignet die Wohnungskonzerne!

„Bei strahlendem Sonnenschein demonstrierten am Sonnabend auf der „Mietenwahnsinn“-Demonstration 40.000 Berlinerinnen und Berliner gegen die Wohnungskrise in der Hauptstadt – etwa 15.000 von ihnen unterschrieben ein Volksbegehren der Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ für die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. Noch nie hat ein Volksbegehren am ersten Tag derart viel Unterstützung eingesammelt.“ Ein Artikel in der MOPO.

Die Debatte um Enteignungen hat Hamburg erreicht

„Angesichts explodierender Mieten ist eine Enteignungs-Debatte entbrannt. Die Hamburger Immobilienwirtschaft hält davon gar nichts.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt.

Debatte um Wohnungsnot – „Enteignungen verschärfen das Problem“

„In Berlin startete am letzten Wochenende ein neues Volksbegehren. Das Ziel: die Enteignung von privaten Wohnimmobiliengesellschaften, die mehr als 3000 Wohnungen besitzen. Was nach DDR und Sozialismus klingt, wird von Grünen-Chef Robert Habeck und natürlich Sahra Wagenknecht von der Linkspartei beklatscht. Sie haben offenbar keine Probleme damit, die Eigentumsgarantie des Grundgesetzes auszuhöhlen.“ Hier entlang zum Artikel in der MOPO.

„Wir müssen Wut und Verzweiflung ernst nehmen“

„Große Wohnungskonzerne enteignen, um den Druck für Mieter zu mindern? Städtetagspräsident Markus Lewe lehnt das ab. Besser sei es, Eigentümer von Grund und Boden zu verpflichten, für eine ausgewogene soziale Mischung in Wohnvierteln zu sorgen.“ Städtetagpräsident Markus Lewe im Gespräch mit Nicole Dittmer im Deutschlandfunk Kultur.

BAK warnt vor Freigabe der Honorarsätze

„Sollte der EUGH die verbindlichen Honorarsätze für Architekten, Ingenieure und Stadtplaner kippen, gefährdet das die Baukultur.“ Ein Gastbeitrag von Barbara Ettinger-Brinckmann im Tagesspiegel. 

“Hier wurde schon auch gebattlet, wer gerade das coolste Zeug hervorbringt”

„Schluss mit dem Jubel-Konsens im Bauhaus-Jahr! Schorsch Kamerun trägt die Kunstschule in einem Theaterstück zu Grabe – und erklärt, warum die radikalste Kunst gern bei RTL 2 landet.“ Hier entlang zum Interview in der Süddeutschen Zeitung.

So bolschewistisch war das Bauhaus

„100 Jahre Bauhaus: Zum Jubiläum ist viel von Politik die Rede. Als sei die berühmte Schule eine Kaderschmiede gewesen. Aus der Luft gegriffen ist dieser alte Vorwurf nicht.“ Ein Artikel in der Welt.

Radikal anders wohnen? Leben in Bauhaus-Architektur

„Licht, Luft und Sonne für alle: Das war ein Ziel der Bauhaus-Architekten. Heute wirken die Siedlungen oft uniform. Die Wohnungen sind funktional, aber eng.“ Ein Beitrag im SWR2.

Jetzt kommt das Recycling-Haus

„Normalerweise kennt man das sogenannte Upcycling in eher kleineren Dimensionen – wenn etwa aus einem alten Schirm eine Einkaufstasche entsteht oder aus einem alten Wasserhahn eine Lampe. Doch die dänischen Architekten der Lendager Group machen mit ihren Secondhand-Häusern eine entscheidende Reduktion der CO2-Emissionen möglich.“ Weiterlesen in der Welt.

Lehmarchitektur – So müssen die Städte der Zukunft aussehen

„Die Bau- und Immobilienbranche ist weltweit verantwortlich für ein Drittel der Ressourcennutzung, die Hälfte des Energieverbrauchs und die Hälfte des Müllaufkommens – und wir reden über Kaffeebecher und plastikfreie Zahnbürsten. Höchste Zeit, den Fokus über den Tellerrand der klassischen Lifestyle-Themen hinaus zu lenken und zu fragen: Existieren Alternativen zu energiefressendem Stahlbeton und Glasfassadenwolkenkratzern? Und wie können sie aussehen?“ Ein Interview mit Sally Below bei Viertel Vor.

Häuser aus Holz

„Wer mit Holz baut, schont Ressourcen und die Umwelt. Denn Holz wächst nach und bindet Kohlendioxid. Auf der BUGA in Heilbronn steht das derzeit höchste Holzhaus Deutschlands.“ Ein Beitrag im SWR2.

Gegen den Trend zum Mietenwahnsinn

„In einer Ausstellung in Frankfurt am Main werden Architekturentwürfe für bezahlbares und dennoch zeitgemäßes Wohnen gezeigt. Diese Projekte sollen 2020 realisiert werden und den Impuls für ein neues Stadtquartier im Frankfurter Norden bilden.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

Wirklich »Wohnen für alle«?

„Die Gründe für den aktuellen Mangel an Wohnungen in Ballungsräumen und die horrende Mietpreissteigerung sind komplex und vielfältig. Ob der Rückzug staatlicher Institutionen aus dem Sozialen Wohnungsbau oder die Privatisierung riesiger Wohnungspakete der öffentlichen Hand, ob Bodenspekulation, Verschärfung von Bau-Normen oder zu geringe Dichten – all diese Faktoren sind allein durch politische Maßnahmen zu beeinflussen.“ Weiterlesen in der Deutschen Bauzeitung.

Bauen wie im Mittelalter

„Bei Meßkirch in Oberschwaben bauen Handwerker und Ehrenamtliche aus ganz Europa mit frühmittelalterlichen Techniken eine karolingische Klostersiedlung: “Campus Galli”.“ Ein Beitrag im SWR2.

Kultur ohne Kommerz

„Ein Museum auf Rädern, eine Ausstellungshalle, ein Fun Palace der Zukunft – New York hat eine neue Attraktion der Superlative: The Shed- „die Hütte“. Hier soll Kultur für alle produziert werden, jenseits eingefahrener Labels wie Kunst, Theater, Popkultur, Konzert und mit der höchsten Aussichtsplattform.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk.