Tuesday Reads

Tuesday Reads #02

Tuesday Reads Ausgabe 2/2019

Die Bauhaus-Thematik setzt sich auch in dieser Woche mit zahlreichen, spannenden Texten und Beiträgen fort. Sonst ging es in der vergangenen Woche um den Abriss der Gänsemarktpassage, Wohnen an der Magistrale, den Elbdome, modulares Bauen, Smart City Barcelona und Vieles mehr. 

Jeden Dienstag wird das aktuelle Geschehen der vergangenen Woche rund um Architektur und Stadt in unseren Tuesday Reads zusammengefasst.

Hamburg – Stadt der einstürzenden Neubauten

„Vermutlich hätte Günther Jauch vor Kurzem seine Millionenfrage noch zur „grauen Energie“ stellen können – abseits von Fachzirkeln hatte davon kaum jemand gehört.“ Weiterlesen im Hamburger Abendblatt.

Abriss am Gänsemarkt: Händler wollen bleiben

„Passagen-Mieter erfuhren durch Abendblatt-Bericht davon. CDU befürchtet Verkehrschaos durch Großbaustellen.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt.

Österreichischer Milliardär will Gänsemarkt-Passage abreißen

„40 Jahre nach der Eröffnung kommt das Aus. Karstadt-Eigentümer René Benko plant an dem prominenten Ort ein Großprojekt.“ Weiterlesen beim Hamburger Abendblatt.

Gänsemarkt-Passage verkauft – Abriss geplant

„Die österreichische SIGNA-Gruppe hat die Gänsemarkt-Passage gekauft. Das bekannte Gebäude in der Hamburger Innenstadt soll abgerissen werden. An gleicher Stelle will der Investor ein modernes und hochwertiges Büro-, Wohn- und Geschäftshaus bauen.“ Ein Bericht im NDR.

Aus nach 40 Jahren! Gänsemarkt-Passage soll abgerissen werden

„Das nächste Gebäude am Gänsemarkt wird dem Erdboden gleichgemacht: Nach dem Deutschlandhaus wird auch die Gänsemarkt-Passage in der Innenstadt abgerissen. Die Signa Gruppe des österreichischen Milliardärs René Benko, die auch den Elbtower realisiert, plant an selber Stelle einen Neubau.“ Ein Artikel in der MOPO.

„In dieser Art zu bauen liegt die Zukunft“

„Altona boomt. Warum Gewachsenes dabei nicht verdrängt werden darf, erklärt Bezirksamtchefin Liane Melzer im Interview. Ihre Forderung: Nicht nur Mieter, auch Gewerbehöfe brauchen Schutz.“ Hier entlang zum Interview in der Welt.

Stadtentwicklung in Hamburg – Wohnen an der Ausfallstraße

„Hamburg wagt sich an ein neuartiges, städtebauliches Projekt: Entlang zweier Hauptverkehrsachsen soll Wohnraum entstehen. Wo sich jetzt Baulücken und Gewerbeflächen ausbreiten, könnten Tausende Wohnungen entstehen, die dringend gebraucht werden – doch noch gibt es einige Probleme zu bewältigen.“ Hier entlang zum Beitrag im Deutschlandfunk.

So können Hamburger in ihrem gewohnten Quartier alt werden

„Die Zahl der Senioren in Hamburg wird weiter steigen. Saga und Genossenschaften zeigen Wohnlösungen abseits von Pflegeheimen.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt.

Autos raus aus der City? Streit um Verkehr und Wohnen

„CDU spricht beim Neujahrsempfang des Abendblatts von „vernichtender Bilanz“, Rot-Grün sieht sich auf richtigem Kurs.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt.

Mega-Zoff um Schilleroper Eigentümer will marodes Stahlgerüst nicht reparieren

„Im Streit um die Schilleroper auf St. Pauli wehrt sich jetzt der Eigentümer des denkmalgeschützten Rundbaus. Das Denkmalschutzamt hatte die Schilleroper GmbH zuvor angemahnt, das  Stahlträger-Dach Gebäudes unverzüglich reparieren zu lassen. Aus Sorge, dass das Gebäude sonst immer weiter verfällt. Das Unternehmen muss damit rechnen, dass diese Maßnahme sonst im Auftrag der Stadt vorgenommen wird und  die anfallenden Kosten  der GmbH aufgebrummt werden.“ Ein Artikel in der MOPO.

U-Bahnhof Sternschanze soll abgerissen werden

„Neubau geplant. Station stellt Verantwortliche dabei vor große Herausforderungen. Hochbahn investiert in neue Fahrkartenautomaten.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt.

Investor plant Elbdome mit 8000 Plätzen in der HafenCity

„Towers-Hauptgesellschafter will eine Mehrzweckhalle an den Elbbrücken bauen. Der Elbdome soll 150 Millionen Euro kosten.“ Weiterlesen beim Hamburger Abendblatt.

Warum Hamburg den „Elbdome“ braucht

„In Hamburg hat es inzwischen Tradition, dass Stadt und Wirtschaft im Sinne des Gemeinwohls gemeinsame Interessen verfolgen. Public Private Partnership nennt man diese Form der Zusammenarbeit, und sie hat sich bislang bewährt.“ Ein Kommentar im Hamburger Abendblatt.

Kreis Harburg plant 160 günstige Wohnungen

„Im kommunalen Wohnungsbau werden in 2019 die ersten Projekte fertig. Aber das anvisierte Tempo ist nicht einzuhalten.“ Ein Artikel im Hamburger Abendblatt.

Das Gespräch

„Christoph Ingenhoven gehört unumstritten zu den erfolgreichsten und sichtbarsten Architekten in Deutschland und der Welt. Er baute Banken und Universitäten, Medienzentren und begrünte Wolkenkratzer, die Messehallen in Hamburg und das spektakuläre Wohnhaus „Oval“ in der HafenCity.“ Hier entlang zum Interview beim NDR.

Über 11.000 Wohnungsbaugenehmigungen im Jahr 2018

„Das dritte Mal in Folge und zum fünften Mal seit 2011 liegt die Zahl der Baugenehmigungen in Hamburg über der Zielmarke von 10.000 Wohneinheiten. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl jedoch um 16%. Die Wohnungsverbände warnen vor Sonderwünschen der Politik und der geplanten Vergabe von Grundstücken im Erbbaurecht.“ Ein Artikel im Immobilien Magazin.

Bauprojekte werden teurer

„Trotz strengerer Vorgaben des Senats verteuern sich noch immer zahlreiche Großprojekte in Hamburg. Das geht aus dem neuesten Senatsbericht zum kostenstabilen Bauen hervor.“ Ein Beitrag beim NDR.

Raus aus der Ökoecke

„Deutschland hat die Technologien und das Geld, um den Städtebau nachhaltig zu gestalten. An manchen Orten gelingt das auch schon. Doch oft wird nur geredet, statt entschlossen zu handeln.“ Hier entlang zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Jubiläum feiern nach dem Eklat

Nun sind wir also eingetreten in das große Jubiläumsjahr. Ein noch nie dagewesener Eventmarathon soll an die Gründung des Bauhauses vor einhundert Jahren erinnern.“ Ein Artikel von Wolfgang Kil in der Bauwelt.

Licht, Luft und Sonne für ALLE

„Nach dem Ersten Weltkrieg boomte der soziale Wohnungsbau. Stadtplaner und Architekten gehörten zur Avantgarde. Ihr Vermächtnis provoziert auch viel Kritik.“ Weiterlesen bei der Welt.

Architektur: „Von Anfang bis Schluss Männersache“

„Es hat sie gegeben die Architektinnen am Bauhaus, aber sie standen nie im großen Rampenlicht. Unter ihnen waren Ursula Schneider und Hilde Reiss. Dennoch haben sie sich in der Architektur behauptet. Am Ende sogar mit einem kleinen Erfolg.“ Isabel Bauer im Gespräch mit Vladimir Balzer im Deutschlandfunk Kultur.

Bauhaus-Architektur – Utopie oder Unwirtlichkeit?

„Die Architektur im Bauhaus-Stil eroberte nach dem Krieg die Städte und trennte sie in Funktionsräume auf. Ein Fehler – denn das Lebensgefühl geht dabei verloren, wissen Stadtplaner heute. Trotzdem kann die Architektur heute noch vom Bauhaus lernen.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk.

Jeder Mensch braucht Licht, Luft und Sonne

„Die drängende Wohnungsfrage beschäftigte einst namhafte Stadtplaner und Architekten. Die Visionäre ahnten nicht, dass aus dem Bauhaus-Gedanken heraus auch triste Hochhaussiedlungen entstehen würden.“ Ein Artikel in der Welt.

Der Architekt seines Ruhmes

„Walter Gropius war Architekt und Gründer des Bauhaus und damit maßgebliche Künstlerfigur des 20. Jahrhunderts. Zeitzeugen erinnern sich.“ Ein Feature im NDR.

Form Follows Faith

„„Licht-Luft-Öffnung“ lautet eine Bauhaus-Maxime. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland viele Kirchen in diesem Geist errichtet. Der Einfluss hält an und ist nicht auf christliche Bauten beschränkt.“ Hier entlang zum Beitrag im Deutschlandfunk.

Bauhaus-Architektur in Elbingerode – Ein Schwimmbad unter der Kirche

„Die Kirche des Diakonissen-Mutterhauses Neuvandsburg in Sachsen-Anhalt überrascht: Unter ihrem Kirchsaal befindet sich ein Schwimmbecken. Das ist allerdings nur eine der architektonischen Besonderheiten am Bauwerk.“ Hier entlang zum Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

Romane über das Bauhaus –Geschichten über Kunst, Architektur und einen Sehnsuchtsort

„Das Bauhaus, gegründet vor 100 Jahren und 1933 von den Nazis geschlossen, übt auch auf Schriftsteller einen Reiz aus. Im Vorfeld des Jubiläums sind Romane von Andreas Hillger, Theresia Enzensberger, Tom Saller und Jana Revedin erschienen.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

Frauen im Bauhaus – Anni Albers – Künstlerische Selbstverwirklichung war für Frauen nicht vorgesehen

„Ursprünglich wollte Anni Albers Malerin werden. Nach anfänglicher Ablehnung entdeckte sie dann in der Webkunst ihre künstlerische Freiheit und wurde zu einer der innovativsten Textilkünstlerinnen ihrer Zeit. Erst spät bekam sie Anerkennung in Deutschland.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

Frauen im Bauhaus – Margarete Schütte-Lihotzky – Architektin und „Mutter der Einbauküche“

„Margarete Schütte-Lihotzky wird oft mit dem Bauhaus in Verbindung gebracht, hat aber nur indirekt damit zu tun. Ihr Entwurf für eine moderne Küche – die „Frankfurter Küche“ – wird bis heute gern als „Bauhaus-Küche“ bezeichnet.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

Frauen im Bauhaus – Lucia Moholy – Ein Leben lang Kampf um Anerkennung

„Lucia Moholy ist eine bedeutende und lange Zeit unterschätzte Fotografin. Mit ihren Bildern vermarktete Gropius das Bauhaus. Dort bekam sie für ihre Arbeit weder Geld noch Anerkennung – und um ihre Negative aus der Bauhaus-Zeit musste sie ihr Leben lang kämpfen.“ Hier entlang zum Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

Frauen im Bauhaus – Gunta Stölzl – Streng und kreativ

„Gunta Stölzl machte für eine Frau eine erstaunliche Karriere am Bauhaus Dessau. Dann wurde sie vertrieben, floh in die Schweiz und wurde dort Unternehmerin. Ihr Neffe Christoph Stölzl erinnert sich an eine Frau mit großer Autorität.“ Christoph Stölzl im Gespräch mit Gabi Wuttke im Deutschlandfunk Kultur.

Frauen im Bauhaus: Michiko Yamawaki – Eine Japanerin in Dessau

„Dessau war 1930 eine 40-tägige Schiffsreise von Japan entfernt. Michiko Yamawaki reiste dennoch mit ihrem Ehemann nach Deutschland, um bei den Bauhaus-Ikonen zu studieren – und wurde später zum Star der japanischen Modeszene.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk Kultur.

Lob des Triadischen Balletts

„Das Kunstschule Bauhaus wird 100 Jahre alt: Wie haben sich die Ideen auf das Theater ausgewirkt? Man wollte nicht mehr die klassische Guckkastenbühne, sondern Bühnensituationen im Raum schaffen – mit dem Menschen im Mittelpunkt.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk Kultur. 

„Es gibt kein an sich gutes Design“

„Im Jubiläumsjahr werde das Bauhaus zu sehr idealisiert, findet Designexperte und Kunsttheoretiker Michael Erlhoff. Etliche der Absolvent*innen seien tief in NS-Dimensionen involviert gewesen. Zu sagen: Präzision, Perfektion, Funktion seien an und für sich gut, sei völliger Blödsinn, sagte er.“ Ein Gespräch im Deutschlandfunk.

So edel, so pur: Der Mythos vom weißen Bauhaus

„Vor 100 Jahren wurde die berühmteste Kunst-Schule der Moderne gegründet. Seitdem hat das Bauhaus unseren Blick auf Design und Architektur radikal verändert. Ohne dabei die historische Leistung dieser Avantgardebewegung schmälern zu wollen, gab es aber auch Widersprüche zwischen den zuweilen hochfliegenden Idealen und der schnöden Realität. Denn kam die Idee der schlichten weißen Häuser wirklich aus dem Nichts? Und war wirklich alles immer weiß?“ Ein Artikel im MDR.

Ein Mini-Bauhaus fürs kritische Denken

„Kein Witz: Zum 100. Geburtstag gibt es das Bauhaus auch auf Rädern. Es soll zum kritischen Nachdenken über Architektur, Gestaltung und Gesellschaft einladen. Es sei ein Experiment mit privatem und öffentlichen Raum, sagt Kuratorin Elsa Westreicher.“ Hier entlang zum Gespräch im Deutschlandfunk.

„Ein Juwel, wo es sonst langweilig wäre“

„In den 60er-Jahren entwarf der Bauhaus-Schüler Arieh Sharon eine Universität für die nigerianische Stadt Ife. Fertiggestellt in den 80er-Jahren, begeistert der größte Campus Nigerias heute die Studierenden und ist nun Gegenstand eines Films.“ Hier entlang zum Beitrag im Deutschlandfunk.

Mit Grund, aber ohne Boden

„33 Architekten wollten in Berlin eine Werkbundstadt planen. Dann haben sie sich heillos zerstritten. Ein Lehrstück über Architektensturheit und Investorenwahnsinn.“ Weiterlesen bei der Süddeutschen Zeitung.

Reißt die Hütten ab!

„In den Städten wird der Wohnraum knapp, zugleich gelten Kleingärten als unantastbar. Sind solche Privilegien noch okay? Warum haben nicht alle mehr vom Grün der Anlagen?“ Ein Kommentar von Johannes Schneider bei ZEIT Online.

Mehr Offenheit, mehr Abwechslung

„Die Debatte über die Qualität von Neubauten zeigt Wirkung: Künftig sollen mehr junge Architekten zum Zug kommen“ Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Von der Stadt aufs Land

„Viele Stadtzentren platzen inzwischen aus allen Nähten – nicht zuletzt wegen der Landflucht. Doch wo es eine Bewegung gibt, formiert sich irgendwann die Gegenbewegung: Gerade die, die einst auszogen, die Städte zu erobern, kommen jetzt zurück und füllen Dörfer und Höfe mit neuem Leben.“ Ein Beitrag im WDR.

„Dann wird natürlich der Neubau eingeschränkt werden“

„Der Präsident des Lobbyverbands Zentraler Immobilien Ausschuss, Andreas Mattner, hat die geplante Reform der Grundsteuer kritisiert. Der zu erwartende Bürokratieaufwand sei extrem hoch, sagte Mattner im Dlf. Außerdem bestehe die Gefahr, dass der Wohnungsneubau unattraktiv werden könnte.“ Ein Beitrag im Deutschlandfunk.

Nachhaltige und preiswerte Architektur – Die Kisten der Zukunft

„Modulares Bauen mit Recyclingmaterial – der Architekt Werner Sobek zeigt, wie’s geht. Er knüpft dabei an die Experimente der 1920er-Jahre an.“ Ein Artikel in der taz.

Wie Barcelona eine offene „Smart City“ im Dienste des Gemeinwohls plant

„Im Interview spricht Francesca Bria, Barcelonas Chief Technology and Digital Innovation Officer, über „Digitale Soziale Innovation“ und passende Strategien, um die lokale Wirtschaft, Privatsphäre und die demokratische Teilhabe der Bürger*innen auch in einer „Smart City“ langfristig zu sichern und zu fördern.“ Ein Interview bei netzpolitik.org.